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Provinz Cádiz

Provinz Cádiz

Die Provinz Cádiz liegt im Südwesten Andalusiens und hat eine Fläche von 7.385 km². Sie grenzt im Norden an die Provinzen Huelva und Sevilla, im Osten an die Provinz Málaga und im Süden an das britische Überseegebiet Gibraltar sowie an das Mittelmeer und an den Atlantischen Ozean.

Cádiz ist die südlichste Provinz auf dem spanischen Festland, ihre Südspitze - die Punta de Tarifa - ist der südlichste Punkt des europäischen Festlandes. Aufgrund der Lage am Meer herrscht in der Provinz ein im Vergleich zu anderen Teilen Andalusiens gemäßigtes Klima (Jahresdurchschnittstemperatur ca. 17,6 °C bei 3200 Sonnenstunden). Die Küste hat eine Gesamtlänge von etwa 260 km. Davon enfallen 138 km auf Strände, der Sand ist fein und hell, das Wasser ist klar.

Cádiz

Cádiz ist die Hauptstadt der Provinz Cádiz mit 130.561 Einwohnern (2006). Die Stadt erhebt sich auf einer Landzunge, die in die Bucht von Cádiz, die ein kleiner Teil des Golfs von Cádiz ist, vorspringt.

Die Altstadt mit den Vierteln (span. barrios) El Pópulo, La Viña und Santa María steht in starkem Kontrast zu den Hochhäusern der modernen Neustadt. Das Stadtbild wird durch viele kleine Plätze geprägt.

Die Einwohner von Cádiz werden Gaditanos genannt.

Costa de la Luz


© Tsui / WIKIMEDIA COMMONS
Costa de la Luz (span. für „Küste des Lichts“) bezeichnet die südliche spanische Atlantik-Küste am Golf von Cádiz zwischen der vom Fluss Guadiana gebildeten spanisch-portugiesischen Grenze nahe der Stadt Huelva und der südlichsten Spitze Spaniens (und damit des europäischen Festlandes) bei Tarifa. Bei Tarifa, wo Spanien nur etwa 14 km von Marokko (Afrika) entfernt ist, geht sie in die Straße von Gibraltar und die Costa del Sol über.

Die Mündung des Guadalquivir mit dem Nationalpark Coto de Doñana gliedert die Costa de la Luz in zwei Teile. Das Gebiet südöstlich der Flussmündung gehört zur Provinz Cádiz, der nordwestliche Teil zur Provinz Huelva.

Heute ist das Kap Trafalgar ein beliebtes Ausflugs- und Urlaubsziel für Spanier und zunehmend auch internationale Gäste. Die starken Winde an der Costa de la Luz machen die Region insbesondere interessant für Kite-Surfer.

Jerez de la Frontera

Der Namenszusatz de la Frontera ("an der Grenze") hinter vielen Orten weist die Region um Jerez als lange umkämpftes Gebiet zwischen Mauren und Christen aus.

Nach dem Zusammenbruch der Almoraviden-Herrschaft in Al-Andalus war Jerez kurzzeitig ein selbständiges Taifa-Emirat, als sich im Jahre 1145 drei verschiedene Usurpatoren in kurzer Folge dort zum Emir aufschwangen: zunächst der Idriside Abu
'l-Qaim Ahyal, dann der Galbunide Abu
'l-Gammar, und schließlich der Maimunide
'Ali. Doch schon gegen Jahresende hatten die Almohaden dieses Intermezzo beendet und Jerez ihrem Reich einverleibt. Dabei blieb es bis zur Reconquista. 1248 kam Jerez in den Besitz von Kastilien.

Jerez ist die Heimatstadt des berühmten Sherry, der auf spanisch (vino) Jerez heißt. Das in anderen Sprachen geläufige Wort Sherry stammt von der alten Aussprache des Namens der Stadt Xerez (sprich: Scherez), die sich aus der arabischen Bezeichnung der Stadt, Sherish, ableitete. Als die Engländer den Likörwein aus Jerez kennen lernten, war noch der alte Lautstand erhalten, aus dem sie das Wort "Sherry" ableiteten, was sich bis heute erhalten hat.

Tarifa

Tarifa ist die am weitesten südlich gelegene Stadt auf dem Festland des europäischen Kontinents. Sie markiert das östliche Ende der Costa de la Luz. Durch die strategisch bedeutende Lage an der engsten Stelle der Straße von Gibraltar war Tarifa immer wieder der Schauplatz geschichtlicher Ereignisse. Heute ist die Stadt, neben Ho?okipa auf Hawaii und Fuerteventura (kanarische Inseln) eine der "Welthauptstädte" für Wind- und Kite-Surfer.

Am westlichen Rand der Stadt befindet sich die "Punta de Tarifa", der südlichste Punkt des europäischen Festlandes. Die Entfernung nach Marokko, und damit dem afrikanischen Kontinent, beträgt hier nur 14 km. Nirgendwo sonst liegen Europa und Afrika näher zueinander. Mehrere Fähren verkehren täglich zwischen Tarifa und Tanger.

La Línea de la Concepción


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La Línea de la Concepción liegt an der Grenze zu Gibraltar und hat ca 63.000 Einwohner.

Ab 1730 wurde die Grenze zu Gibraltar durch Bollwerke befestigt, um der Expansion der britischen Kronkolonie Einhalt zu gebieten. Nach und nach siedelten sich Gewerbetreibende an, sodass sich ein Weiler bildete, der zunächst von der Gemeinde San Roque abhängig war.

Am 17. Januar 1870 wurde der Ort von San Roque unabhängig. Die nun eigenständige Gemeinde hatte nur 300 Einwohner und nannte sich La Línea de Gibraltar. Ab 1883 erscheint der Name La Línea de la Concepción in den Akten und im Jahre 1913 erhielt der Ort unter diesem Namen von König Alfonso XIII. die Stadtrechte verliehen.