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Provinz Granada

Provinz Granada

Die Provinz Granada (spanisch Provincia de Granada) ist eine der acht Provinzen im Osten der autonomen Region Andalusien in Südspanien. Die Hauptstadt ist Granada. Sie grenzt an die Provinzen Almería, Murcia, Albacete, Jaén, Córdoba und Málaga, sowie an das Mittelmeer. Die Fläche der Provinz erstreckt sich über 12.635 km², die Einwohnerzahl beläuft sich auf 876.184 Personen (2006), von denen ungefähr 30 Prozent in der Hauptstadt leben. Die Provinz Granada teilt sich mit Almería den Nationalpark Sierra Nevada. Dort liegt auch der höchste Berg auf dem spanischen Festland (Mulhacén, 3.482 msnm).



Stadt Granada

Granada wurde unter dem Namen Iliberra als eine von Phöniziern und Iberern bewohnte Siedlung erstmals um 500 v.Chr. erwähnt. Aufgrund der geschützten Lage zwischen den umliegenden Bergen sowie der außergewöhnlich fruchtbaren Erde ist eine frühere Besiedlung anzunehmen. Nach der Eroberung der iberischen Halbinsel durch die Römer ist die Siedlung mit dem Namen Iliberis belegt. Nach dem Zerfall des römischen Kaiserreichs kam das Gebiet zunächst unter den Einfluss des nordafrikanischen Reichs der Vandalen, stand nach dessen Zusammenbruch 534 für einige Jahrzehnte unter oströmischer Herrschaft und gehörte dann seit Beginn des 7. Jahrhunderts zum iberischen Reich der Westgoten.

Im Jahr 711 wurde die Stadt von den Mauren erobert und der Name zu Ilbira arabisiert. Als Verwaltungszentrum der Provinz wurde im Jahr 756 etwa 10 km weiter im Nordosten unter dem Namen Madinat Ilbira (span. Medina Elvira) eine neue Stadt gegründet (am Fuße der heutigen Sierra Elvira; in diesem Toponym lebt der Name fort). Gleichzeitig begann sich für das Gebiet der alten Siedlung die neue Bezeichnung Qal'at Garnata (d. h. „Burg von Granada“) durchzusetzen, aus der sich der moderne Name der Stadt entwickelt hat.

Sierra Nevada in der Provinz Granada


Florian Tejera / WIKIMEDIA COMMONS
Die Sierra Nevada (spanisch für „schneebededecktes Gebirge“) ist mit 3482 m das höchste Gebirge der Iberischen Halbinsel, das in der Regel jährlich von November bis Mai eine Schneehaube trägt.

Es liegt im Süden Spaniens in den Provinzen Granada und Almería und ist ein 100 km langer Teil der Betischen Kordillere. Seit 1999 ist das Kerngebiet von 86.208 Hektar als Nationalpark geschützt.

Mulhacen in der Sierra Nevada


© Nilsf / WIKIMEDIA COMMONS
Der Mulhacén ist mit 3.482 Metern der höchste Berg des Spanischen Festlands. Er liegt in der Sierra Nevada in der Nähe Granadas. Er ist der höchste Berg des europäischen Kontinents außerhalb der Alpen und des Kaukasus.

Der Name leitet sich ab von einem der letzten Könige bzw. Emire des Königreichs Granada, Abu l-Hasan Ali (Spanisch: Muley Hacén), der dort gemäß der Sage auf seinen Wunsch hin bestattet wurde.

In der Zeit zwischen Oktober und Juni trägt der Gipfel Schnee. Auf den Berg führen einige einfache Routen, Ausgangsorte sind hierfür die Bergdörfer Trevelez oder La Cebadilla.

Die Nordseite des Berges ist schwieriger zu erreichen, schroff und abweisend. Entsprechend anspruchsvoller gestalten sich die Routen auf den Gipfel von dieser Seite.

Motril in der Provinz Granada

Motril liegt auf einem Hügel südlich der Sierra de Lújar. Es herrscht ein subtropischen Klimas, was den Ort fast ganzjährig zu einem ideal Badeurlaubsort macht.

Neben den touristischen Reizen der Küste verdienen auch seine Sehenswürdigkeiten besondere Erwähnung. Die Altstadt Motrils ist typisch maurisch aufgebaut. Die Kirche La Encarnación, die im 16. Jahrhundert über der alten Hauptmoschee errichtet wurde, ist ein kultureller Höhepunkt des Ortes. Hervorzuheben sind auch das barocke Rathaus und die Kapelle Virgen de la Cabeza, welche der Stadtpatronin gewidmet ist. Die Kapelle wurde über der Residenz des Königs Boabdil auf einem Hügel mit errichtet.

Auch die Strände La Joya, Poniente und Carchuna sowie der Hafen, der zugleich Fischer-, Handels- und Sporthafen ist, tragen zur besonderen touristischen Attraktivität der Motrils bei.

Almuñécar in der Provinz Granada


© Emilio Morales Barbero / WIKIMEDIA COMMONS
Almuñécar ist ein Ort an der Costa Tropical mit subtropischem Klima an der Mündung des Río Verde.

Almuñécar entstand aus einer phönizischen Siedlung namens Sexi, auch heute nennen sich die Einwohner teilweise noch Sexitanos. Unter der maurischen Herrschaft blühte Almuñécar als Fischerort auf unter dem Namen "Al-Munakkap" (befestigte Stadt) oder "Hisn-al-Monacar" (von Bergen umgeben).

Seit dem Tod Francisco Francos im Jahr 1975 ist die Ortschaft Almuñécar zu einem der wichtigsten Touristenorten im Hochsommer in der Provinz Granada geworden. Almuñécar besitzt gute Verkehrsanbindungen und ein eigenes Fußballstadion.

Almuñécar ist darüber hinaus ein wichtiger Produktionsort für subtropische Früchte wie Avocados, Cherimoyas, Mangos, Kiwis, etc.