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Provinz Huelva

Provinz Huelva

Die Provinz Huelva ist die westlichste der acht Provinzen der autonomen Region Andalusien in Südspanien und grenzt direkt an Portugal. Die Hauptstadt ist Huelva, in der ca 30% der knapp 500000 Einwohner der Region leben.

Im Südosten der Provinz liegt der Nationalpark Coto de Doñana, eines der größten Naturreservate Europas.

Die Hauptstadt Huelva liegt zwischen der Staatsgrenze nach Portugal im Westen und dem Nationalpark Coto de Doñana im Osten an der Atlantikküste Costa de la Luz. Die Stadt ist, im Gegensatz zu den anderen Küstenstädten Andalusiens, kaum touristisch geprägt.

Huelva

Huelva (spanisch auch Huelva Capital) ist die Hauptstadt der Provinz Huelva, sie hat etwa 146.000 Einwohner und liegt zwischen der Staatsgrenze nach Portugal im Westen und dem Nationalpark Coto de Doñana im Osten an der Atlantikküste Costa de la Luz. Die Stadt ist, im Gegensatz zu den anderen Küstenstädten Andalusiens, kaum touristisch geprägt. Größter Arbeitgeber ist das Chemie-Industrie-Gebiet im Osten der Stadt.

Die älteste Namensüberlieferung Onuba stammt von den Phöniziern und ist somit circa 3000 Jahre alt. Der Hintergrund des Wortes ist wahrscheinlich die Verbindung von Onos Baal (Stärke Baals). Noch heut kann man daraus die spanische Bezeichnung für Huelvaner oder aus Huelva stammend Onubense ableiten. Huelva gehört zu den Trauminseln und Metropolen Europas.

Coto de Doñana


© Technische_Fred / WIKIMEDIA COMMONS
Der Nationalpark Coto de Doñana (auch Parque Nacional de Doñana) an der Costa de la Luz in Andalusien ist heute, nach der Erweiterung 2004, 54.252 Hektar groß, dazu kommen noch einmal 26.540 Hektar als Pufferzone (preparque).

Er ist Spaniens wichtigstes Feuchtgebiet. Dies liegt vor allem an den marismas; einem flachen, periodisch überschwemmten Feuchtgebiet. Es entstand aus den riesigen Sedimentmengen, die der Guadalquivir in seinem Delta ablagerte. Die Unesco erhob 1994 den Nationalpark zum Weltnaturerbe.

Ein Teil des ins Meer gelangenden Sandes wird von diesem wieder an Land abgelagert und bildet die gewaltigen Dünen, die die marismas vom Meer trennen. An der windabgewandten Seite wurden diese Dünen bereits von der Vegetation befestigt, hier entstanden auf den stabilisierten Sanden typische Strauchformationen.

Lepe

Von den Phöniziern im 6. oder 5. Jahrhundert vor Christus gegründet, wurde Lepe erst von den Römern und später von den Mauren eingenommen, wie zahlreiche archäologische Funde in Lepe und Umgebung bezeugen. Nach der Reconquista fiel Lepe vorübergehend an die Tempelritter.

Lepe ist heute ein beliebtes Ziel für Urlauber, die Entspannung und Erholung an den 25 Kilometer langen Sandstränden suchen, hinter denen reizvolle Dünenlandschaft und Pinienwälder liegen.

Die lokalen Sehenswürdigkeiten sind im Wesentlichen die Kirche Santo Domingo de Guzmán aus dem 16. Jahrhundert, die Kapelle San Cristóbal, die heute als Raum für Ausstellungen und Kulturveranstaltungen genutzt wird, und der alte Seeverteidigungsturm Torre del Catalán.

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Sierra de Aracena

Der Naturpark Sierra de Aracena liegt im Norden der Provinz.

Sanft gerundet und meist zwischen 400 und 900 m hoch (ihre höchste Erhebung ist der Castaño mit 962 m), ist sie ein ideales und noch kaum entdecktes Wandergebiet. Die armen und sehr flachgründigen Böden eignen sich kaum für die Landwirtschaft, so dass hier ausgedehnte Wälder erhalten sind. Kastanienhaine sowie Kork- und Steineichenwälder bestimmen das Landschaftsbild.

In den Eichenwälder leben halbwilde schwarze Schweine, die mit den Eicheln gemästet werden. Die Schinken und Würste dieser Tiere sind die Haupterzeugnisse dieser Region - die Schinken aus Jabugo sind jedem Spanier ein Begriff.

Daneben leben die Bewohner dieses Gebietes vom Verkauf von Kork, Obst und, in geringerem Umfang, Kastanien. Die immer wieder in diese Wälder eingestreuten Gärten dienen in erster Linie der Selbstversorgung.

Aracena

Aracena ist ein kleiner Ort mit circa 7.000 Einwohner und liegt etwa 100 km von der Huelva entfernt. Gemeinhin wird Aracena als Hauptstadt der Berge bezeichnet.

Das Städtchen ist vor allem für seine Tropfsteinhöhle Gruta de Marvillas und die Überreste der alten Burg bekannt. In der Nähe liegt auch der Stausee von Aracena, welcher eine wichtige Rolle in der Wasserversorgung von Huelva und der Erdbeerproduktionen von Lepe und Palos de la Frontera spielt.

Die ersten Niederlassungen in der Gegend lässt sich bis ca. 3.000 v Chr. nachweisen. Das Vorkommen von Mineralien führt zu einer ständigen Besiedlung und hohen Bedeutung durch die Jahrtausende und Herrscher hinweg.

Aufgrund der strategischen Lage ist es außerdem ein umkämpfter und bedeutender Ort in den Spanisch-Portugiesischen, sowie Spanisch-Maurischen Kriegen. Dank der Ernennung zum touristischen Ort im Jahre 1956 ist Aracena von unkontrolliertem Wachstum verschont geblieben, weshalb das Städtchen noch heute seinen sehr ursprünglichen Charakter versprüht.