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Provinz Málaga

Provinz Málaga

Málaga grenzt im Südwesten an die Provinz Cádiz, im Nordwesten an Sevilla, im Norden an Córdoba und im Osten an Granada. Die Südküste, die Costa del Sol, liegt am Mittelmeer.

Die Provinz Málaga ist mit einer Fläche von 7308 km² die kleinste unter den acht Provinzen Andalusiens. Im Jahr 2006 lebten 1.517.523 Menschen in der Provinz, knapp die Hälfte davon in der Stadt Málaga; die Bevölkerungsdichte betrug 208 Einwohner pro km².

Zentrum der Provinz ist die Hauptstadt, ein Industrie- und Handelsknoten, dessen Hafen und Flughafen wichtige Verkehrszentren bilden.

Málaga

Málaga ist nach Sevilla die zweitgrößte Stadt in Andalusien, Hauptstadt der Provinz Málaga und die sechstgrößte Stadt Spaniens. Die Stadt besitzt einen der größten spanischen Flughäfen, einen Handelshafen und eine Universität. Sie ist aufgrund ihres Klimas eines der wichtigsten Urlaubsziele der Iberischen Halbinsel.

Málaga ist in kulinarischer Hinsicht bekannt für Rosinen und Wein (Muskateller). Die Stadt bewirbt sich derzeit als Europäische Kulturhauptstadt für das Jahr 2016.

Málaga wurde ca. im 8. Jahrhundert vor Christus von den seefahrenden Phöniziern gegründet, die die Stadt „Malaka“, nach „malak“ = salzen der Fische, nannten. Es war lange Zeit unter der Herrschaft Karthagos, aber letztlich waren es die Römer, die aus Málaga eine Stadt machten. 571 wurde die Stadt von dem westgotischen König Leovigildo besetzt.

Die Araber eroberten Málaga 711 und nach der Eroberung durch die Katholischen Könige im Zuge der Reconquista am 18. August 1487 begannen die „Reformen“, um die Stadt in eine neue christliche Ansiedlung zu verwandeln. Während des Spanischen Bürgerkriegs fand 1937 die Schlacht von Málaga statt.

Costa del Sol


© Konstantin / WIKIMEDIA COMMONS
Die Costa del Sol (dt: Küste der Sonne) erstreckt sich an der Mittelmeerküste von Andalusien. Im Osten schließt sie an die Costa Tropical und im Westen, getrennt durch die Straße von Gibraltar, an die Costa de la Luz an. Bei über 300 km Gesamtlänge umfasst sie die Mittelmeerstrände der andalusischen Provinzen Málaga und Cádiz.

Das subtropische Klima sorgt ganzjährig für angenehme Temperaturen und die Küste ist zusätzlich durch Bergketten vor Nordwinden geschützt.

Seit den 1960er Jahren entwickelte sich die Costa del Sol dank des Klimas und der mehr als 320 Sonnentage pro Jahr zu einem beliebten internationalen Tourismusziel. Heute prägen eine Vielzahl von Hotelanlagen und umfangreiche Sportmöglichkeiten das touristische Angebot.

Zentren des Tourismus sind westlich von Málaga der Küstenabschnitt von Torremolinos/Benalmádena über Marbella bis San Pedro de Alcantara und im Osten Málagas die Küste zwischen Torre del Mar und Nerja. Der Abschnitt zwischen Axarquía (Prov. Málaga) über Motril (Prov. Granada) bis zur Provinz Almeria wird die Costa del Sol auch Costa Tropical genannt.

Marbella

Marbella ist ein bekannter Badeort an der Costa del Sol mit ca 125.000 Einwohnern.

Die Stadt verfügt über mehrere Jachthäfen und einen Fischereihafen. Im benachbarten San Pedro de Alcántara, das auf das römische Silniana zurückgeht, finden sich antike Mosaike und Thermalbäder sowie die Überreste einer frühchristlichen Basilika aus dem 4. Jahrhundert.

Auf dem Gemeindegebiet von Marbella finden sich zahlreiche Siedlungen, die sich teilweise im Privatbesitz von Eigentümergemeinschaften befinden, wie z. B. Bosquemar oder Marbesa.

Torremolinos

Torremolinos ist eine Stadtgemeinde, sie ist eine der 100 selbstständigen Gemeinden der Provinz Málaga.

Noch als Teil von Málaga begann in den 1950er Jahren ein auf dem Tourismus basierender Aufschwung, der Torremolinos zum ersten großen Ort des Massentourismus an der Costa del Sol machte. Das Stadtbild beherrschen seitdem viele Hochbauten aus Beton, was sich in den südwestlich angrenzenden Benalmádena und Fuengirola fortsetzt. Die drei Städte gehören zu den am dichtesten besiedelten Regionen Spaniens. Seit dem 27. September 1988 ist Torremolinos wieder eine selbstständige Gemeinde.

Aufgrund seiner Lage am Meer, der Milde des Klimas und reichhaltiger Süßwasserquellen siedelten schon in prähistorischer Zeit Menschen an der Westseite der Bucht von Málaga. An der Punta de Torremolinos, dem heutigen Castillo de Santa Clara, fand man in heute nicht mehr existenten Höhlen neun menschliche Schädel, deren Alter auf 150.000 Jahre datiert wurde.

An gleicher Stelle entdeckte man Tongefäße, Axtspitzen, Ketten, Armbänder und Ringe aus der Jungsteinzeit um 5000 Jahre v. Chr., die der Historiker Juan Temboury einem mesopotamischen Volk zuordnet, das sich an der Küste von Torremolinos niedergelassen haben soll.

Ronda

Ronda ist eine Kleinstadt in einer als Serranía de Ronda bekannten Berglandschaft gelegen, zu der auch die Naturparks Sierra de Grazalema und Sierra de las Nieves gehören. Die Stadt liegt rund 113 km westlich der Provinzhauptstadt Málaga und 50 km nördlich der Costa del Sol.

Mit rund 35.500 Einwohnern (2005), Rondeños genannt, und eine Fläche von rund 480 km² ist die Gemeinde Ronda eine der größten Ortschaften unter den „weißen Dörfern“ Andalusiens.